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Newsletter der Aktion Solidarität mit bedrängten Christen 11. Dezember 2013
Bild: missio / Andy Spyra


Sehr geehrte Damen und Herren!

Am 10. Dezember 1948 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Seitdem wird in jedem Jahr am 10. Dezember der Tag der Menschenrechte begangen. Für uns als katholisches Hilfswerk ist dies ein besonderer Tag: Denn wir setzen uns dafür ein, dass das Menschenrecht auf Religionsfreiheit weltweit in die Praxis umgesetzt wird. Es gibt dabei noch viel zu tun. Ich denke zum Beispiel an Pakistan, wo das Gesetz gegen die Verunglimpfung des Propheten Mohammed („Blasphemiegesetz“) im Zuge von Nachbarschaftsfehden, politischer Querelen oder gegen Minderheiten immer wieder missbraucht wird. Darunter leiden Muslime, Christen, Hindus und Angehörige anderer religiöser Gruppen gleichermaßen. missio setzt sich schon seit Jahren für eine Abschaffung dieses Gesetzes ein.

Bild: missio-Präsident Prälat Dr. Klaus Krämer
Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen

Bestärkt in unserem Einsatz für Religionsfreiheit weltweit sehe ich mich auch durch den neuen Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD. Gegenüber dem schwarz-gelben Koalitionsvertrag von 2009 werden Forderungen mehr konkretisiert und vor allem die Lage bedrängter Christen weltweit wesentlich detaillierter beschrieben, ohne den Appell zum Schutz anderer religiöser Minderheiten zu vernachlässigen. Die Große Koalition weist darauf hin, dass in vielen Ländern der Welt besonders Christen wegen ihres Glaubens bedrängt, verfolgt und vertrieben werden, wobei religiöse Konflikte oftmals mit sozialen und wirtschaftlichen Spannungen vermischt werden.

Das entspricht unseren und den Erfahrungen unserer Projektpartner in Afrika und Asien. Bedrängte Christen weltweit nehmen solche Zeichen der Solidarität sehr genau wahr, wie ich aus zahlreichen Begegnungen weiß. missio teilt auch die Sorge um die Christen in Nordafrika, dem Nahen und Mittleren Osten nach dem Sturz der autoritären Regime. Den Christen der Länder weiterhin eine Zukunft zu geben, wird eine entscheidende Herausforderung für das Jahr 2014.

Liebe Leserinnen und Leser, Sie sehen: Der Einsatz für Religionsfreiheit weltweit braucht einen langen Atem, vor allem aber viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Deshalb wollen wir Sie regelmäßig mit unserem Newsletter über das Thema Religionsfreiheit und die Situation bedrängter Christen informieren. Gerne laden wir Sie ein, sich gemeinsam mit uns für Religionsfreiheit und bedrängte Christen weltweit zu engagieren. Wie Sie das machen können, auch darüber informiert dieser Newsletter des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen.

Ich wünsche Ihnen von Herzen einen gesegneten Advent,

Ihr Prälat Dr. Klaus Krämer
(Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen)


Bild: Aktion Lebenszeichen "Aktion Lebenszeichen" engagiert sich für bedrängte Christen

Weltweit werden Menschen bedrängt oder gar verfolgt, weil sie ihren Glauben frei leben wollen – unabhängig, welcher Religion sie angehören. Christen leiden darunter in derzeit mehr als 100 Ländern.

Wir wollen das nicht hinnehmen. Deshalb lädt das Missionswerk missio zu seiner „Aktion Lebenszeichen – Solidarität mit bedrängten Christen“ ein. weiterlesen...



Bild: Christen in Pakistan Einsatz für Religionsfreiheit in Pakistan

Bei Pakistan denken viele zuerst an Taliban und Terror. Doch das wird dem Land nicht gerecht. Viele Menschen setzen sich dort für Frieden, Bildung, Verständigung und eine Zivilgesellschaft ein, die die Religionen verbindet, anstatt trennt. missio unterstützt diesen Einsatz für Religionsfreiheit.

Die katholische Kirche in Pakistan steht für Bildung, religiöse Verständigung und zivilgesellschaftliche Friedensarbeit. missio arbeitet dabei sehr eng mit kirchlichen Partnern in Pakistan zusammen, die diese Ziele verfolgen. So zum Beispiel das Peace Centre der Dominikaner in Lahore, das ökumenisch ausgerichtete Christian Study Centre in Rawalpindi und die Justitia et Pax-Kommission der katholischen Bischofskonferenz.

Rund 95 Prozent der 185 Millionen Pakistanis sind Muslime, davon etwa 75 Prozent Sunniten und 25 Prozent Schiiten. In dem Land, in dem der Islam Staatsreligion ist, leben rund eine Million Katholiken. Sie sind in sieben (Erz)-Diözesen organisiert, die auch von missio unterstützt werden. Ein Franziskaner, der mit missio zusammenarbeitet, wurde kürzlich am 14. November 2013 zum Erzbischof von Lahore ernannt: Sebastian Francis Shaw, O.F.M.

Die Reform oder besser noch Abschaffung des sogenannten Blasphemiegesetzes in
Pakistan ist ein Ziel der Menschenrechtsarbeit von missio Aachen. Das pakistanische
Strafgesetzbuch sieht für die Verunglimpfung des Propheten Mohammed die Todesstrafe, lebenslange Haft oder Geldstrafen vor. Dabei wird dieses Gesetz zumeist im Zuge von Nachbarschaftsfehden, politischer Querelen oder gegen Minderheiten missbraucht. Betroffen davon sind Muslime, Christen, Hindus und andere Gruppen gleichermaßen. 2011 wurden nach Informationen von missio Aachen 15 Christen, 58 Muslime und fünf Mitglieder anderer Minderheiten wegen angeblicher Blasphemie vor Gericht gestellt. 2012 waren es dann zwölf Christen, 22 Muslime und fünf Angehörige anderer Religionen. Offizielle Anklagegründe sind etwa der Vorwurf, Seiten des Korans verbrannt, über SMS blasphemische Botschaften verbreitet oder auch in Schul- oder Universitätsexamen angeblich blasphemische Antworten gegeben zu haben.

Wenn Sie sich solidarisch mit Opfern des Blasphemiegesetzes in Pakistan zeigen wollen, können Sie einen Gottesdienst mit dem missio-Format „Aktion Lebenszeichen – Solidarität mit bedrängten Christen“ organisieren. Näheres auf der Aktionshomepage oder schreiben Sie eine E-Mail an Johannes Seibel unter j.seibel@missio.de.

Wie eine junge Christin in Pakistan sich für die Rechte von Mädchen starkmachen will, können Sie im missio-Blog Religionsfreiheit lesen.


Bild: Matthias Vogt Matthias Vogt: "Die Solidarität der Christen in Deutschland bedeutet Syrien enorm viel“

missio Aachen hat in Beirut eine internationale Konferenz zur Situation der Christen im Bürgerkriegsland Syrien veranstaltet. Matthias Vogt, Islamwissenschaftler und stellvertretender Leiter der missio-Auslandsabteilung, war dabei.

Vogt beantwortet dazu drei Interviewfragen:

Sie haben an der Syrien-Konferenz in Beirut teilgenommen. Worum ging es?

Vogt: Wir wollten mit unseren Partnern über die missio-Nothilfe in der aktuellen Kriegssituation sprechen und gleichzeitig den Blick auf den Aufbau eines neuen Syrien lenken. Ziel war, eine gemeinsame Linie in der Förderung von Projekten und dem Engagement für Religionsfreiheit zu finden.

Was haben die missio-Projektpartner über die aktuelle Situation in Syrien berichtet?


Vogt: Ordensschwestern berichteten von Flüchtlingsfamilien, denen es an allem fehlt: Kleidung, Lebensmitteln, Medikamenten, Babynahrung, Windeln. Studenten schilderten, wie der politische Konflikt zunehmend auf die normale Bevölkerung übergreift und Sunniten und Alawiten – also unterschiedliche islamische Gruppen - plötzlich nicht mehr unter einem Dach leben wollen.

Was erwarten die Partner vor Ort von missio?


Vogt: Sie bitten um drei Dinge: Erstens um Hilfe für die Flüchtlinge in Syrien und den Nachbarländern. Zweitens darum, das Überleben der Kirche in Syrien durch den Unterhalt für Priester und Ordensschwestern zu sichern. Drittens drängen sie, dass missio auf das Schicksal der Christen in Syrien aufmerksam macht. Solidarität und Gebet der Christen in Deutschland bedeutet ihnen enorm viel.

Wenn Sie Hoffnung spenden wollen für Flüchtlinge in und aus Syrien, können Sie sich auf der missio-Homepage informieren.




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Vorstand: Prälat Dr. Klaus Krämer (Präsident), Dr. Gregor von Fürstenberg (Vize-Präsident), USt-Ident-Nr.: DE 121689962, Vereinsregister: VR 1451, Amtsgericht Aachen

Bildquellen: Fotoarchiv missio Aachen und Kontinente, Andy Spyra