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Newsletter der Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit 26. September 2014
Besuch Bundespräsident Gauck am Fluchttruck von missio beim Katholikentag 2014
Sehr geehrte Damen und Herren!

wir freuen uns Ihnen neue Informationen zur missio-Aktion Schutzengel zu übermitteln.

Welle der Solidarität

Im ersten Halbjahr dieses Jahres hat die Aktion Schutzengel eine "Welle der Solidarität" erfahren, für die das Internationale Katholische Missionswerk (missio) in Aachen sehr dankbar ist. Beispielhaft möchten wir Ihnen zwei Projekte vorstellen:

Bundespräsident Joachim Gauck besuchte im Rahmen des Katholikentages 2014 in Regensburg den missio-Fluchttruck und lobte dabei das Engagement für die Flüchtlinge in der Welt. Das Foto oben zeigt Fr. Justin Nkuzi (Kongo) der im Beisein von missio-Vizepräsidenten Dr. Gregor von Fürstenberg, dem Bundespräsidenten ein Patronenkreuz vor dem missio-Truck in Regensburg überreichte.
Fast 4.000 Unterschriften für die Aktion "Saubere Handys" überreichten während des Katholikentages 2014 in Regensburg zudem  Karin Schlecht und Birgit Pfaller vom Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) im Bistum Regensburg. Gleichzeitig unterstützt der KDFB das missio-Projekt im Kongo mit 10.000 Euro.

Norbert Nagler (Leiter der Abteilung Bildung von missio Aachen) und Fr. Justin Nkuzi (missio-Projektpartner aus dem Kongo Kongo) bedankten sich für die großartige Unterstützung und Spende.
Spendenübergabe beim Katholikentag in Regensburg
Spendenübergabe im Rahmen des Katholikentages in Regensburg.
Spot zur Aktion Saubere Handys

Aktion Saubere Handys

Der Krieg im Kongo hat etwas mit unseren Smartphones zu tun. Dies zeigt der Spot der Aktion für „Saubere Handys“. „Keine Geschäfte mit Rebellen“, so lautet die Botschaft des Kurzfilms. So appelliert missio an die Mobilfunkhersteller, keine illegalen Mineralien aus den Kriegsbieten zu verwenden. Über 20.000 Menschen haben bislang die Unterschriften-Aktion unterzeichnet. Hier können Sie den Spot ansehen.

Deutsche Friedensmission im Kongo

Im Osten des Kongo kämpfen Rebellengruppen um Rohstoffe und Einfluss. Sie zwingen Kinder unter die Waffen, morden, plündern und vergewaltigen. In den vergangenen zwei Jahrzehnten gab es fünf bis sechs Millionen Tote. Eine schwierige Mission für den UN-Sonderbeauftragten Martin Kobler. Im Interview erklärt der 61-Jährige erklärt, warum er die Herausforderung annimmt und eine fast 20.000 Mann starke Friedenstruppe leitet.
UN-Sonderbeauftragter Martin Kobler
UN-Sonderbeauftragter Martin Kobler.
Herr Kobler, die Lage im Osten des Kongo ist eine der brutalsten der Welt. Was können Sie da überhaupt bewirken?
Wir haben im Prinzip drei neue Instrumente: Das eine ist der offensive Kampfauftrag mit der Interventionsbrigade. Sie hat den Auftrag, bewaffnete Gruppen zu neutralisieren. Wenn das nicht friedlich geht, dann eben mit bewaffneten Mitteln. Das zweite ist das Abkommen von Addis Abeba, in dem sich der Kongo zu einem demokratischen Prozess verpflichtet. Die Staaten in der Region der Großen Seen verpflichten sich, keine Rebellen im Osten des Kongo zu unterstützen und zu einer Politik der guten Nachbarschaft. Das dritte ist die Zusammenarbeit der internationalen Gemeinschaft und der Beauftragten für die Großen Seen.

Was sind die Ursachen für den Konflikt?
Dass wir wenig davon hören liegt daran, dass es ein implodierender Konflikt ist. Er strahlt nicht in Nachbarländer aus wie der islamische Fundamentalismus. Die Grundursachen des Konfliktes sind zweierlei. Das ist mangelnde staatliche Autorität. Da ist eine politische Elite, die das Land aufbauen muss und mit Schwierigkeiten kämpft. Das zweite ist das regionale Umfeld. Der Kongo hat neun Anrainerstaaten. Ganz wichtig sind dabei Ruanda, Uganda, Burundi, Tansania mit ihren eigenen Interessen.
Welche Rolle spielen Konfliktmineralien?
Sie sind eine der Grundursachen. Man sieht, dass die bewaffneten Gruppen sich der Mineralien bedienen, um ihre Waffen zu kaufen.

Welche Möglichkeiten gibt es, diese Dynamik bei den Konfliktmineralien zu stoppen?
Deutschland hat ein Projekt, die Minen zu validieren, das heißt Arbeitsbedingungen zu überwachen, aber auch den geregelten, kontrollierten Transport von der Mine zu den Verkaufsstellen bis hin zum Endverbraucher zu organisieren. Kinderarbeit ist verboten, schwangere Frauen dürfen dort nicht arbeiten, die Armee muss sich fernhalten. Die Minen verlieren ihren Status, wenn wir bei Inspektionen wiederholt Verstöße feststellen.

Sie haben das Fairphone positiv erwähnt...
Ich setze erhebliche Hoffnungen nicht nur in das Fairphone, sondern ich setze erhebliche Hoffnungen in alle Firmen: Sie sollten keine Blutmineralien in den Telefonen verwenden. Ich versuche, die UNO dafür zu interessieren, dass wir mehr Fairphones einsetzen und somit ein Beispiel auch für die Großen sind.

Was ist Ihre Vision für einen Kongo 2025?
Ich hoffe, dass es bis dahin gelingt, den Osten zu stabilisieren. Dass sich die Inseln der Stabilität verbinden und nur noch Inseln der Instabilität übrig bleiben. Es ist wichtig, dass alle einsehen, dass sie mit Stabilität besser leben können als mit Instabilität und mit diesen Partikularinteressen, die sich um die Mineralien ranken. Da müssen alle zusammenarbeiten: missio, Nichtregierungsorganisationen, UNO und UNO-Organisationen. Wir müssen alle am selben Strang ziehen.

Interview: Erhard Brunn

Das ausführliche Interview mit Martin Kobler erscheint in der Zeitschrift kontinente (Ausgabe 6/2014). Ein kostenloses Probeexemplar kann online bestellt werden.
Online-Petition der Aktion "Saubere Handys" Unterstützen Sie die "Aktion Saubere Handys" mit Ihrer Unterschrift!

missio ruft im Rahmen der Aktion Schutzengel alle Handynutzer dazu auf, mit der Unterschriftenkampagne „Aktion Saubere Handys“ an führende Mobilfunk-unternehmen zu appellieren.

Nokia, Apple, Samsung & RIM (BlackBerry) sollen garantieren, dass ihre Handys wirklich sauber sind und die Unternehmen kein illegales Coltan aus der Konfliktregion verwenden, mit dem der Krieg finanziert wird.

Weitere Informationen bekommen Sie hier...
oder Sie können jetzt direkt online unterzeichnen:
Online-Petition der Aktion "Saubere Handys"


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Bildquellen: missio Aachen, Christian Schnaubelt