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Newsletter der Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit 11. September 2015
Shalom-Preis für missio-Projektpartnerin Thérèse Mema

Shalom-Preis an missio-Projektpartnerin Thérèse Mema aus dem Kongo verliehen

Im Osten des Kongo ist sexuelle Gewalt eine Waffe. Milizen terrorisieren damit die Bevölkerung im Kampf um seltene Rohstoffe, die die Kommunikationsindustrie für die Handyproduktion braucht. Die Therapeutin Thérèse Mema betreut im Kongo die Kriegsopfer und stellt unser Konsumverhalten in Frage. „Eure Handys sind unsere Hölle“, sagt die missio-Projektpartnerin, die für ihr Engagement kürzlich mit den Shalom-Preis der Katholischen Universität Eichstätt geehrt wurde.

Der Osten des Kongo leidet seit Mitte der 90er-Jahre unter einem der blutigsten Konflikte seit dem Zweiten Weltkrieg. Rebellengruppen kämpfen um die Coltanminen in der Region und verkaufen illegal das seltene Erz, das für die Herstellung von Handys benötigt wird. Sie vertreiben die Menschen brutal aus den Dörfern, morden, plündern und brandschatzen. Sexuelle Gewalt wird systematisch als Kriegswaffe eingesetzt. „So werden die Frauen zweimal bestraft“, erklärt Thérèse Mema. Die 33-jährige Traumatherapeutin weiß, wovon sie spricht. In sogenannten „Centres d’Ecoute“, Orten des Zuhörens, kümmert sie sich um die Bürgerkriegsopfer. Mit Unterstützung von missio sind fünf Trauma-Zentren entstanden, in denen jährlich 600 Frauen, Männer und Kinder betreut werden. „Wir können vielen Überlebenden helfen. Meistens reden wir zuerst mit den Dorfgemeinschaften, die die Opfer verstoßen. Wir erzählen ihnen von unserer Arbeit und den Folgen sexueller Gewalt”, berichtet Thérèse Mema. Diese Gespräche kosten oft viel Zeit, Geduld und Überzeugungskraft. Für Mema und ihre Mitarbeiter ist es der schönste Lohn, wenn am Ende die Menschlichkeit siegt und es gelingt, Familien wieder zu vereinen.

"Eure Handys haben etwas mit unserem Krieg zu tun"

Doch die engagierte Kongolesin nimmt auch die westlichen Industrienationen in die Pflicht. „Eure Handys haben etwas mit unserem Krieg zu tun“, kritisierte Mema bei der Preisverleihung. „Es liegt in der Verantwortung aller, etwas gegen die dramatische Situation im Kongo zu unternehmen.“ Denn durch den wachsenden Mobilfunkmarkt
hat sich die Situation der Menschen im Kongo gravierend verschlechtert. Handyhersteller arbeiten mit Rebellen zusammen, die Frauen zwingen, in den Coltanminen zu arbeiten. Ihre Einnahmen nutzen sie, um den Bürgerkrieg zu finanzieren. Das ist das Ergebnis einer missio-Studie zum Thema Menschenrechte in der DR Kongo.

missio gratuliert "Friedensmissionarin"

„Wir in Deutschland wollen nicht wegschauen und beim Aufbau eines friedlichen Kongo mithelfen. Danke, dass Sie, Thérèse Mema, dabei helfen und uns Vorbild dabei sind“, betonte missio-Präsident Dr. Klaus Krämer in seiner Laudatio. Thérèse Mema würdigte er als eine der mutigsten Frauen Afrikas. „Sie ist eine Friedensmissionarin, die den Menschen Heil und Heilung bringt.“ Der Shalompreis gehört zu den höchstdotierten Menschenrechtsauszeichnungen. Der Arbeitskreis Shalom für Gerechtigkeit und Frieden an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt ehrt seit 1982 engagierte Persönlichkeiten wie Lech Walesa (Polen) und Bischof Joseph Coutts (Pakistan).

Das ZDF hat einen Beitrag über die Arbeit von Thérèse Mema und die Menschenrechtsstudie von missio Aachen erstellt, den Sie HIER finden.

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missio übergab Menschenrechtsstudie zur Demokratischen Republik Kongo an die Bundesregierung missio übergab Menschenrechtsstudie zur Demokratischen Republik Kongo an die Bundesregierung

Das Internationale Katholische Missionswerk missio hat im Sommer seine neue Studie zur Situation der Menschenrechte in der Demokratischen Republik Kongo an den Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Christoph Strässer (MdB), in Berlin übergeben. Die Shalompreis 2015-Preisträgerin und Co-Autorin der Menschenrechtsstudie Thérèse Mema Mapenzi aus Bukavu machte dabei auf die Bedeutung von Blutmineralien wie Coltan für die Produktion von Handys aufmerksam und appellierte an die deutsche Bundesregierung sich weiterhin für „faire Handys“ ohne Coltan aus der DR Kongo einzusetzen. Gemeinsam mit Thérèse Mema führt missio Aachen dazu die Unterschriftenaktion „Saubere Handys“ durch.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Christoph Strässer (MdB), würdigte im Auswärtigen Amt in Berlin das Engagement von Thérèse Mema Mapenzi in der DR Kongo sowie die Menschenrechtsstudie des deutschen Hilfswerks missio Aachen. Strässer betonte seine Unterstützung für Initiativen für „saubere“ Handys.

Die Menschenrechtsstudie können Sie auf der missio-Webseite herunterladen oder bestellen:

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Spot zur missio-Aktion Saubere Handys Video: Aktion "Saubere Handys"

Der Krieg im Kongo hat etwas mit unseren Smartphones zu tun. Dies zeigt der Spot der missio-Aktion für „Saubere Handys“. „Keine Geschäfte mit Rebellen“, so lautet die Botschaft des Kurzfilms.

So appelliert missio an die Mobilfunkhersteller, keine illegalen Mineralien aus den Kriegsbieten zu verwenden. Über 38.000 Menschen haben bislang die Unterschriften-Aktion unterstützt. Unterstützen auch Sie das Engagement von Thérèse Mema Mapenzi und missio Aachen für "saubere Handys" mit Ihrer Unterschrift.
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missio-Flüchtlingsprojekt in Durban / Südafrika Einsatz für Menschen auf der Flucht

"Gast>> Freundschaft: Für Menschen auf der Flucht“  lautet das Motto der bundesweiten Jahresaktion der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), die missio Aachen in diesem Jahr unterstützt.

Derzeit befinden sich weltweit mehr als 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Im Rahmen der „Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit“ engagieren sich missio und DPSG vor diesem Hintergrund dafür, Menschen auf der Flucht Perspektiven zu ermöglichen. Dazu beitragen will das Projekt der seelsorgerische Flüchtlingsarbeit des missio-Projektpartners Durban Refugee Pastoral Care (DRPC) in Durban / Südafrika. Denn zwei Drittel der Flüchtlinge, die unter anderem aus dem Kongo, Simbabwe, Äthiopien und Somalia derzeit nach Südafrika fliehen, sind unter 30 Jahre alt.

DPSG und missio möchten auf das Schicksal von jungen Flüchtlingen, nicht nur in Durban, aufmerksam machen und sich gemeinsam für Gastfreundschaft sowie für Menschen auf der Flucht einsetzen. Dazu finden Sie weitere Informationen auf unserer Website.

Wenn Sie das Projekt mit einer Spenden unterstützen möchten, erfahren Sie HIER wie dies möglich ist.
 
Weitere Informationen zur Flüchtlingshilfe von missio Aachen finden Sie zudem auf folgender Seite:

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Einsatz für Menschen auf der Flucht Neuer Flyer „Menschen auf der Flucht“ jetzt bestellbar

Aktuelle Zahlen zur weltweiten Flüchtlingssituation und Beispiele, wie kirchliche Partner in den Fluchtregionen Hilfe leisten, hat missio im neuen Flyer „info weltweit – Menschen auf der Flucht“ in Kooperation mit kfd und der DPSG zusammengestellt. Der Flyer gibt Hinweise, wie jede/r selbst aktiv werden kann, sowie weiterführende Links und Lesetipps. Durch das große Format ist er auch als Poster einsetzbar, z.B. in Gruppenräumen oder bei Veranstaltungen zum Thema Flucht.

Der Flyer mit der Bestellnummer 198015 kann kostenfrei auf www.missio-onlineshop.de oder per E-Mail bestellt werden unter bestellungen@missio.de (bitte gewünschte Stückzahl und Lieferadresse angeben).
Deutsche Post AG unterstützt Schutzengel Fotoaktion Fotos helfen Schutzengel bei der Arbeit

Im Rahmen der „Aktion Schutzengel – Für Familien in Not. Weltweit“ sammelt missio auf ungewöhnliche Weise Spenden: durch Fotos. Dank der Unterstützung von deutschen Unternehmen können dadurch Hilfsprojekte Wirklichkeit werden. So spendete beispielsweise die Deutsche Post AG für jedes Foto, das auf der Schutzengel-Homepage hochgeladen wurde, zwei Euro für Schutzengel-Projekte an missio.

Und diese „gute Tat“ hilft nachhaltig. Denn mit der Spende der Post können Schutzengel vor Ort anderen Menschen helfen, zum Beispiel im Osten des Kongo. Um den Bürgerkriegsopfern seelsorgerisch und psychologisch zu helfen, hat die missio-Projektpartnerin Thérèse Mema Mapenzi in der Bürgerkriegsregion fünf Traumazentren aufgebaut. missio fördert die Arbeit von Thérèse Mema und weiteren Therapeuten. Doch diese Arbeit braucht weiterhin finanzielle Unterstützung!
Katholischer Fonds Einsatz für eine gerechtere Welt

Der Katholische Fonds unterstützt weltkirchliche und entwicklungsbezogene Initiativen bei der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Inland, auf pfarrlicher Ebene und darüber hinaus.

Anstoß dazu war der Wunsch, engagierte Gruppen in Pfarrgemeinden und Verbänden bei ihrem Einsatz für eine gerechtere Welt stärker zu unterstützen. Zudem sollen Gruppen gefördert werden, die die Kirche als weltweite Lern- und Solidargemeinschaft durch ihre Arbeit konkret erfahrbar werden lassen.

Der Katholische Fonds wird von folgenden kirchlichen Werken getragen: Adveniat, Caritas international, Misereor, missio in Aachen und München, Renovabis.

Weitere Informationen können zur Arbeit des Katholischen Fonds können Sie wie folgt erhalten:

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© missio - Internationales Katholisches Missionswerk e.V.
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Vorstand: Prälat Dr. Klaus Krämer (Präsident), Dr. Gregor von Fürstenberg (Vize-Präsident), USt-Ident-Nr.: DE 121689962, Vereinsregister: VR 1451, Amtsgericht Aachen

Bildquellen: missio Aachen, Oppitz, Schnaubelt, Deutsche Post AG, Katholischer Fonds