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Missionswissenschaftliches Institut Missio e.V.
April 2018
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Sehr geehrte Damen und Herren!



Das Thema Kindesschutz auf dem Stipendiatentreffen in Rom

Vom 9. bis 11. März fand in Rom das Stipendiatentreffen des MWI statt. Am 10. März hatten wir einen Workshop mit Pater Zollner des Child Protection Centers an der Universität Gregoriana. Dieser Workshop hatte drei Bereiche: einen einführenden Vortrag von Pater Zollner, Workshops in kleinen Gruppen sowie eine abschließende liturgische Feier.

In seinem nachdenklich stimmenden Vortrag hat Pater Zollner den Missbrauch von Minderjährigen, vor allem auch in der Kirche, dargestellt. Eindrücklich konnte er darstellen, wie wichtig dem Papst Franziskus die Begegnung mit den Missbrauchten ist und wie er sie in sein Gebet einschließt. Er unterstrich dabei, dass der Opferschutz in der Kirche Vorrang hat. In seinem Vortrag ging er darauf ein, welche Wunden der Kindesmissbrauch bei den Opfern hinterlässt. Dabei ist auch die religiöse und theologische Dimension bei Kindesmissbrauch durch Kleriker ein wichtiger Aspekt. Wenn Priester als Vertreter Christi Kinder missbrauchen, so ist dies auch ein Vergehen an dem Leib Christi, den die Kirche darstellt.

In den Workshops sollten die Themen im Hinblick auf die Situation im eigenen Land vertieft werden. Es wurden vier Gruppen gebildet: eine fürs französischsprachige Afrika, eine fürs englischsprachige Afrika, eine fürs englischsprachige Asien und eine Gruppe, die sich auf Italienisch verständigte.

Die Stipendiaten zeigten sich begeistert von dem Workshop, und auch der Vortrag von Pater Zollner kam gut an. Die Stipendiaten besprachen sehr offen die Thematik des Kindesschutzes und des Missbrauchs in den eigenen Ländern. Sowohl männliche als auch weibliche Stipendiaten zeigten sich sehr betroffen von der Thematik. Die Workshops hatten zwei Teile: einen allgemeinen zur Situation in den eigenen Ländern und einen, in dem Überlegungen angestellt wurden, was die Stipendiaten selbst konkret zur Unterstützung des Kindesschutzes tun können. Beides wurde als wichtig empfunden

In der abschließenden liturgischen Feier wurde der Opfer des Missbrauchs gedacht und für sie gebetet.

Weitere Informationen zur Arbeit des MWI haben wir Ihnen in den folgenden Artiklen zusammengefasst. Darunter befinden Sich einige Glückwunsche an unsere Stipendiaten, die ihre Studien erfolgreich beenden konnten.

Wir freuen uns, wenn Sie uns eine Rückmeldung zu diesem Newsletter geben möchten.

Herzliche Grüße
Dr. Harald Suermann

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Das Bild oben zeigt die Fußwaschung, eine armenische Miniatur aus dem Iran, Foto: Harald Suermann



Studienberichts zu Eheproblemen in Indien - eine Zusammenfassung

Das von MWI mitfinanzierte Forschungsprojekt über Eheprobleme in indischen Familien wurde 2013 gestartet und sollte zum Verständnis der Dynamik in Beziehungen von frisch verheirateten städtischen Paaren in Indien beitragen. Das Projekt wurde ins Leben gerufen, da man festgestellt hatte, dass viele katholische Paare gerade in den ersten Jahren nach der Hochzeit viele Probleme haben, obwohl Ehevorbereitungsseminare (Marriage Preparation Program) verstärkt angeboten wurden. Viele Beziehungen endeten in Trennung oder einer unglücklichen Ehe. Das Forschungsprojekt wollte sich mit den auftretenden Eheproblemen auf einer wissenschaftlich Ebene auseinandersetzen, um die Ehevorbereitungsseminare effektiver gestalten zu können. Das Missionswissenschaftliche Institut fand das Projekt sinnvoll und machte es finanziell möglich.

Lesen Sie hier weiter.




Frau Christina Kheng arbeitet für das East Asian Pastoral Institute (EAPI) in Quezon-Stadt auf den Philippinen und unterrichtet dort das Fach „Pastoral Leadership and Management“.

Um diesen Bereich weiterzuentwickeln und durch Forschung unterstützen zu können, hat sie nun – unterstützt durch das Missionswissenschaftliche Institut - an der Australien Catholic University in Sydney promoviert.

Frau Kehng hatte bereits MTh von dieser australischen Universität sowie einen Master in „Öffentlicher Verwaltung“ von der John F. Kennedy School of Government der Harvard Universität.

Für ihre Promotion wurde sie an ihrer Universität aufgrund ihrer vorzüglichen Arbeitsweise für den Exzellenz-Vizekanzlerpreis nominiert.

Das MWI beglückwünscht Christina Kheng zum guten Ergebnis ihrer Doktorarbeit und wünscht ihr für ihre zukünftige Arbeit „Alles Gute und Gottes Segen!“



Christina Kheng



Fr. Max Regus stammt aus der Diözese Ruteng, die im Westen der Insel Flores in Indonesien liegt. Seine Promotion hat er – gefördert durch das Missionswissenschaftliche Institut - an der Universität Tilburg in den Niederlanden gemacht. Das Thema seiner Promotion lautet in der deutschen Übersetzung: „Die Menschenrechtskultur in Indonesien verstehen: Eine Fallstudie zur Minderheit der Ahmadiyya“. Das Thema hat für Indonesien eine so hohe Brisanz, dass Fr. Regus keinen Betreuer dafür in Indonesien selbst finden konnte. Die Religionsgemeinschaft der Ahmadiyya wird in Indonesien verfolgt. Zur Datenerhebung für seine Studien waren mehrere Forschungsaufenthalte während der Promotionszeit notwendig.

Das MWI beglückwünscht Fr. Max Regus zum guten Ergebnis seiner Doktorarbeit und wünscht ihm für seine zukünftige Arbeit „Alles Gute und Gottes Segen!“

Fr. Max Regus strebt nun eine Habilitation in Soziologie, seinem Studienfach, an, bevor er am das St. Paul Teaching Institute lehren wird. Bei seiner weiteren Forschung möchte er sich dem Thema "Katholizismus und Friedensbildung in Asien“ widmen.

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Fr. Max Regus
Spenden Sie gerne für die Stipendiaten des MWI!



Fr. Damian Sian Dal ist Diözesanpriester der 2010 gegründeten Diözese Kalay, in Myanmar. Fr. Damian hat seine vom Missionswissenschaftlichen Institut geförderte Promotion zum Thema „Eine Neubewertung der Pneumatologie des Vatikanums II angesichts des zeitgenössischen kirchlichen Diskurses des Lehramts der Kirche“ erfolgreich an der Katholischen Universität in Leuven abgeschlossen.

Er wird nun am nationalen Großen Seminar in Yangon lehren und auch in seiner Diözese arbeiten. Zudem arbeitet er im „Office of Theological Concern“, dieses arbeitet ähnlich wie eine theologische Kommission der Bischofskonferenz.

Wir gratulieren ihm und wünschen ihm alles Gute und Gottes Segen für seine zukünftige Arbeit.

Fr. Damian Sian Dal



Unser Stipendiat Pére Achille Ouedraogo aus Burkina Faso hat seine Promotionsstudium in Rom in Kirchenrecht an der Päpstlichen Universität Urbaniana mit „Summa cum laude“ abgeschlossen. Für die drei Jahre seines Studiums konnten wir ihm - dank unserer Spenderinnnen und Spender – ein Stipendium gewähren.

In seiner Doktorarbeit befasst sich Père Achille mit dem politischen Engagement der Laien vor dem Hintergrund der Situation in seinem Burkina Faso. Nun wird er in seinem Heimatland, wo diese Thema von hoher Aktualität ist, zurückkehren und dort wie vorgesehen am Priesterseminar zu unterrichten. Auch seine Heimatdiözese Kaya braucht einen Spezialisten für kirchenrechtliche Fragen, so dass er auch dort mit seinen Kenntnissen hoch willkommen ist.

Wir wünschen ihm alles Gute und Gottes Segen.

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P. Achille Ouedraogo


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Bildquellen: Missionswissenschaftliches Institut Missio e.V., Harald Suermann

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